Die Städte versinken im Verkehr

Mobilitätswende: Lieber nur kleine Korrekturen

Mobilitätsprobleme sehen die Deutschen viele. Zu ihrer Lösung wünschen sie sich jedoch keine grundsätzliche Mobilitätswende.

Die Mobilitätswende in Deutschland umzusetzen, dürfte keine leichte Aufgabe werden: Das lässt sich zumindest aus einer Umfrage der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften schließen. Demnach bezeichneten 82 Prozent der Teilnehmer den stockenden Verkehrsfluss als eines der Hauptprobleme bei der Mobilität in Deutschland, 77 Prozent stören sich an der Überlastung der Innenstädte, 64 Prozent identifizieren die Luftverschmutzung als wichtigen Faktor.

Keine große Wende

Befragt nach wünschenswerten Lösungen sind kleine Korrekturen beliebter als eine große Verkehrswende. So sprechen sich 59 Prozent für mehr öffentlichen Nahverkehr aus, 58 Prozent wünschen sich intelligente Ampelschaltungen und 47 Prozent wollen mehr Homeoffice-Arbeit von Pendlern.

Deutlich unpopulärer sind drastischere Maßnahmen: Fahrverbote wünschen sich nur 10 Prozent der Befragten, für mehr Vorschriften und Vorgaben für die Mobilität der Bürger sprechen sich 5 Prozent aus. Die Sperrung von Innenstädten für den Autoverkehr befürworten 25 Prozent.

Einschränkungen erwartet

Vielen Bürgern ist aber die Differenz zwischen Wunsch und Wirklichkeit bewusst. So werden Einschränkungen der persönlichen Mobilität zwar nicht gewollt, aber durchaus erwartet. 57 Prozent der Befragten rechnen mit einer Sperrung von Innenstädten, 44 Prozent halten Fahrverbote für wahrscheinlich und 41 Prozent glauben an die stärkere Reglementierung der Bürger. SP-X/Foto: SP-X/Lea Fuji

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