Zulassungen

Flottenmarkt legt im Oktober kräftig zu

Im Oktober wurden 12,7 Prozent mehr Pkw zugelassen als im Vorjahresmonat. Stark war besonders ein Segment.

Der deutsche Pkw-Markt hat im Oktober stark zugelegt. Laut dem Marktbeobachter Dataforce stiegen die Zulassungen im Vergleich zum Vorjahr um 12,7 Prozent. Zum Teil sei dieser Anstieg ein erwartbares Ergebnis, da der Vorjahresmonat noch stark von Lieferverzögerungen infolge der WLTP-Einführung beeinflusst wurde, so Dataforce. Dennoch überrasche die Stärke des Zuwachses, denn mit insgesamt 284.593 Neuzulassungen wurde einer der besten Oktoberwerte seit Beginn der Dataforce-Statistiken im Jahr 2001 erreicht. Nur die Jahre 2005, 2006 und 2009 können ein höheres Neuzulassungsvolumen im Oktober vorweisen, wobei insbesondere in den Jahren 2006 und 2009 die Zulassungen von den Sondereffekten der Mehrwertsteuerumstellung zum 1. Januar 2007 und der Abwrackprämie nach oben getrieben wurden.

Zulassungen
Auf allen Ebenen stark: Der Markt im Oktober. Grafik: Dataforce

Bestwert für Flotte

Bei Betrachtung der Marktsegmente im Oktober 2019 fällt auf, dass vor allem der relevante Flottenmarkt mit einem deutlichen Plus von 26,7 Prozent verantwortlich für das Ergebnis des Gesamtmarkts war. Insgesamt wurden in Flotte 80.396 Pkw zugelassen, was für den Monat Oktober außerdem mit großem Abstand einen neuen Bestwert darstellt. Das zweitbeste Oktoberergebnis konnte der relevante Flottenmarkt mit knapp 70.100 Neuzulassungen in dem Rekordjahr 2017 erzielen.

Mehr Volumen als im Vorjahresmonat konnten auch die sonstigen gewerblichen Kanäle der Sondereinflüsse verbuchen, wobei diese aber eher taktisch geprägt sind. Vor allem der Fahrzeugbau (+ 10,9 %) und der Fahrzeughandel (+ 10,0 %) trieben ihre Eigenzulassungen nach oben. Autovermieter schlossen den Monat mit einem Plus von 5,6 Prozent.

Der Privatmarkt konnte ebenfalls zulegen und übertraf das äußerst schwache Vorjahresergebnis um 6,8 Prozent. Damit liegt das diesjährige Oktobervolumen knapp über dem Durchschnittswert von 97.464 Neuzulassungen der Jahre 2012 bis 2017.

Transportermarkt weiter im Aufschwung

Auch die Zulassungen von leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities übertrafen im Oktober 2019 das Ergebnis des Vorjahresmonats (+ 4,9 %), wobei bis auf die Autovermieter alle Marktsegmente an dieser Entwicklung partizipieren konnten. Während der Relevante Flottenmarkt als anteilsmäßig größtes Marktsegment nur knapp über dem Vorjahreswert lag (+ 0,6 %), ist die Entwicklung des Privatmarkts hervorzuheben, der als einziger Kanal eine zweistellige Wachstumsrate (+ 20,9 %) erreichte. HM/Foto: pixabay

Zulassungen

Zulassungen September: Rückkehr zur Normalität im Flottenmarkt

Im September 2019 zeigen sich im Pkw-Markt ungewöhnlich hohe Wachstumsraten. Sorge bereitet der Privatmarkt. Große Zuwächse bei Flotten.

Bei einem Gesamtmarktwachstum von 22,2 Prozent legten die Pkw-Neuzulassungen im relevanten Flottenmarkt im September 2019 um spektakuläre 53,6 Prozent zu, wenn man den üblichen Vergleich zum Vorjahresmonat heranzieht. Das liegt vor allem am sehr niedrigen Niveau im letzten Jahr, als es durch die WLTP-Einführung zu erheblichen Lieferverzögerungen kam, wie Marktbeobachter Dataforce berichtet.

Zulassungen September
Die Zulassungen im September: Grafik: Dataforce

Zur besseren Einordnung bietet sich daher ein Vergleich zu den letzten Jahren an. Hier liegen die 67.405 in Flotten zugelassenen Neuwagen leicht unter dem Mittelwert von 69.027 Pkw für die Jahre 2015 bis 2017. Angesichts der Herausforderungen durch die erneute Umstellung der Abgasnorm sei das eine gute Nachricht für den Flottenmarkt. Auch das kumulierte Wachstum von nun 12,7 Prozent gegenüber Januar bis September 2018 zeige, dass die Nachfrage nach Firmenwagen weiter ansteigt, so Dataforce.

Sondereinflüsse: Hersteller legen zu

Bei den sonstigen gewerblichen Zulassungen auf die Kanäle Fahrzeugbau, Fahrzeughandel und Autovermieter fiel der Anstieg im Verhältnis zu den anderen Marktsegmenten mit einem Plus von 9,2 Prozent zum Vorjahresmonat relativ moderat aus. Deutlich aufgestockt haben vor allem die Fahrzeughersteller, die 24,8 Prozent mehr Pkw im eigenen Namen angemeldet haben. Dennoch verringerte sich der Anteil der taktischen Zulassungen auf einen monatsüblichen Wert von 39,4 Prozent, nachdem im September 2018 noch 44,2 Prozent der Neuwagen über einen dieser Segmente zugelassen wurden.

Privatmarkt: Zweitniedrigster Septemberwert

Die privaten Neuzulassungen erreichten im September zwar ein Wachstum von 19,0 Prozent zum Vorjahresmonat. Dieser Zuwachs ergibt sich aber wiederum nur aus den Verwerfungen der WLTP-Einführung im letzten Jahr. Im historischen Vergleich stellen die 80.714 angemeldeten Neuwagen nach 2018 den zweitniedrigsten Septemberwert in den Dataforce-Aufzeichnungen dar, die bis 2001 zurückreichen.

Transporter: WLTP-Einführung gut gemeistert

Bei den leichten Nutzfahrzeugen stand erst in diesem September die Umstellung von NEFZ auf WLTP an. Die Umstellung ist gut gelungen. Die addierten Zulassungen von leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities erreichten fast genau das Niveau des Vorjahresmonats (+0,2 %). Beim Blick in die Marktsegmente sticht vor allem der sehr hohe Anstieg der Eigenzulassungen im Fahrzeugbau hervor (+64,5 Prozent). Da das Marksegment aber nur 4,5 Prozent der Transporterzulassungen ausmacht, bleibt der Einfluss auf den Gesamtmarkt überschaubar. HM/Pixabay

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Zulassungen August: Flottenmarkt boomt dank WLTP

Bei den Zulassungen im August 2019 wiederholt sich die Entwicklung aus 2018. Eine neue Abgasnorm dürfte daran schuld sein.

In diesem Jahr schnellen vor allem die Zulassungen von Flotten und Vermietern in die Höhe, wie der Marktbeobachter Dataforce berichtet. Und das hat einen Grund: Im August 2019 konnten zum letzten Mal Neuwagen zugelassen werden, die nur nach der Abgasnorm Euro 6c zertifiziert sind. Seit dem ersten September ist die Norm Euro 6d temp verpflichtend.

Gleichzeitig war bereits der August 2018 als Vergleichsmonat ein Extrem, da er alle anderen Augustwerte in der 19-jährigen Historie der Dataforce-Statistik deutlich überschritt. Vor allem der Fahrzeughandel hatte 2018 noch die letzte Möglichkeit genutzt, ausschließlich nach NEFZ respektive Euro 6b homologierte Pkw zuzulassen.

Zulassungen August
Der Fahrzeugmarkt im August: Anstieg wegen WLTP? Grafik Dataforce.

2019 schoss der Gesamtmarkt erneut in die Höhe und lag mit 313.748 Pkw rund ein Drittel höher als ein üblicher Wert für diesen Monat. Der Vorjahresrekord wurde knapp, um 0,8 Prozent, unterschritten.

Marktsegmente: Rückgang im Fahrzeughandel und Privat …

Der Rückgang im Vorjahresvergleich lässt sich fast vollständig auf den Kanal Fahrzeughandel zurückführen (‑11,9 %). Absolut lagen seine Zulassungen allerdings noch immer 50 Prozent über dem monatsüblichen Niveau. Auch der Privatmarkt lag mit einem Minus von 0,5 Prozent unter dem hohen Wert der Vorjahresmonats, zugleich aber deutlich über den sonst üblichen Zulassungen im August.

Zuwächse bei Flotte, Fahrzeugbau und Vermietern

Alle anderen Marktsegmente verzeichneten Zuwächse. Mit einem Plus von 9,8 Prozent stiegen die Neuzulassungen der Autovermieter am stärksten. Der Fahrzeugbau ließ 1,3 Prozent mehr Pkw zu. Die Neuzulassungen im Relevanten Flottenmarkt kletterten gegenüber dem bereits sehr hohen Vorjahresniveau noch mal um 5,8 Prozent. Auch hier gehen wir von einem Vorzieheffekt aus und erwarten im Gegenzug ein eher schwaches Ergebnis im September.

Transportermarkt ist gut auf WLTP vorbereitet

Auch für die leichten Nutzfahrzeuge war der August ein besonderer Monat. Mit einem Jahr Verzögerung stand am ersten September auch hier die Umstellung auf den WLTP-Testzyklus an. Dennoch lag das Wachstum im Transportermarkt mit 9,8 Prozent im Rahmen der letzten Monate. Auch wenn in diese Statistik zusätzlich Utilities mit Pkw-Zulassung einfließen, so scheinen die Hersteller die Umstellung gut bewältigt zu haben.

Alle Transporter-Marktsegmente lagen oberhalb ihrer Vorjahreswerte. Am knappsten war dies mit nur zwei Zulassungen beim Fahrzeugbau, am deutlichsten bei den Autovermietern, deren Zulassungsplus von 1.223 Transportern einem relativen Wachstum von 28,5 Prozent entsprach. HM/Foto: BMW