Die Mobilität der Zukunft

Wie wollen wir morgen fahren?

Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Konzepte gibt es viele und über diese möchten wir nicht nur auf den Deutschen Mobilitätstagen einen Überblick geben, sondern auch an dieser Stelle. 

Verlagert sich der Verkehr zukünftig noch stärker in die Luft, bleibt er auf der Straße oder geht sogar unter die Erde? Auf dem ganzen Globus arbeiten Menschen an verschiedenen Systemen, wollen ihre Ideen verwirklichen, um zukünftig Ressourcen schonendes und umweltfreundliches Reisen zu ermöglichen.

Was darf es also sein? Das individuelle Jet-Pack für den Weg zur Arbeit, Hyperloop-Kapseln, die wie Züge durch Vakuum-Röhren schießen oder autonome Drohnen, die unsere Städte verbinden? Neue Ideen sind gefragt. 

Dies hier sind die vielversprechendsten, aber auch die kuriosesten Ideen für die Zukunft der Mobilität!

Volkswagen ID.3

Das Elektroauto: Des Deutschen liebstes Fahrzeug

Die Mobilität der Zukunft wird zum großen Teil vom Automobil bereitgestellt. Daran wird sich wohl vorerst auch nichts ändern. Das E-Auto ist legitimer Thronfolger des Verbrenners und wird erste Wahl für alle Entfernungen sein. Sowohl in der Stadt als auch für längere Reisen. Denn dank neuer Möglichkeiten, das Auto schnell zu laden, stellt das kein Problem mehr da: Schnelladesäulen mit mehr als einem Gigawatt Ladeleistung ermöglichen uns in naher Zukunft, dass das Tanken an der E-Tankstelle kaum länger dauert als heute das Befüllen des Benzintanks. Doch die Nachteile sind nicht von der Hand zu weisen. E-Autos sind etwas teurer als herkömmliche Fahrzeuge und die Herstellung steht wegen umweltschädlicher Verfahren immer wieder in der Kritik. Foto: VW


Flugverkehr: Immerhin CO2-neutral

Bei den großen Mengen an Menschen und Fracht kann ein großes Flugzeug natürlich (noch) nicht mit Strom aus dem Akku oder Solarstrom auskommen. Doch den Flugverkehr langfristig näher und näher zur CO2-Neutralität zu bringen, muss das Ziel sein. Wenn auch auf Langstrecken wohl vorerst sicherlich nichts am Kerosin vorbeiführt, könnten Elektro-Flugzeuge die Städte zukünftig näher zusammenrücken lassen. Viele Firmen arbeiten an entsprechenden Flugzeugen, verbuchen einen erfolgreichen Testflug nach dem anderen und begeistern mit ihren futuristischen Designs. Foto: Lilium

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Autonomes Fahren

Autonome Autos: Zurücklehnen und entspannen

Als dritten großen Durchbruch haben wir vor Jahren schon die ersten Stufen der Autonomie von Autos gefeiert. In nicht allzu ferner Zukunft werden die Hersteller und deren Zulieferer die Überwachungssysteme im Auto so perfektioniert haben, dass 99,99 Prozent aller Verkehrssituationen bewältigt werden können. Nicht nur, dass es keinen Fahrer mehr gibt; die Pkw können auch selbstständig parken. Doch Staus werden in den Übergangsjahren zum Problem: Autos mit und ohne Fahrer „verstehen“ sich nur schlecht, auch der Verkehrsfluss dürfte abnehmen. Dennoch wirkt es so, als sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich ein Fahrer in sein Auto setzt, dem Computer sein gewünschtes Ziel verkündet und sich bis zur Ankunft zurücklehnen kann. Foto: Daimler


Personal Jetpacks: Die wohl individuellste aller Mobilitätsformen

Diesen Traum hatte sicherlich jeder schon einmal. Nach dem Frühstück zieht man sich die Krawatte noch einmal fest, bindet die Schuhe zu, legt das Jetpack an und startet direkt von der Haustür aus in den Himmel für den Weg zur Arbeit. Bereits 1984 wurden die olympischen Spiele in Los Angeles von einem Jetpack-Piloten eröffnet. Warum fliegen wir also heute noch nicht mit dem Raketenrucksack zur Arbeit? Im Vergleich zu anderen Mobilitätsformen gibt es verhältnismäßig wenige Firmen und Start-Ups, die sich mit dieser Form des Transports beschäftigen. Zudem bereitet es Ingenieuren Probleme, die benötigte Antriebskraft auf Rucksackgröße zu komprimieren. Ganz abschreiben sollten wir die Personal Jetpacks aber noch nicht. Foto: JetPackAviation

JetPack Aviation versucht, das perfekte individuelle Fluggerät zu kreiren

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Mikromobilität: Schnell durch die Städte

Das Thema beherrscht in Deutschland zurzeit die Stadtgespräche und facht Diskussionen in den Medien an: E-Roller. Sie sind zu gefährlich, heißt es von vielen Gegnern, doch immer mehr Menschen greifen in der Stadt zu den kleinen Gefährten, zahlen mit dem Handy schnell den Preis und düsen los. Auch E-Bikes erfahren mehr und mehr Interesse. Der Markt der Mikromobilität boomt, bis zum Jahr 2030 könnte der Markt auf bis zu 500 Milliarden Dollar Größe anwachsen. Und auch wenn es derzeit viele Gegner der E-Roller gibt, ist eins nicht von der Hand zu weisen: Die Menschen suchen nach neuen, individuellen und grünen Mobilitätsformen und gehen damit einen wichtigen Schritt in die Zukunft. Foto: Peugeot


Das Wasserstoffauto: Lange erwartet, unglaublich sauber

Wem das Laden der Akkus in den batterieelektrischen Fahrzeugen dennoch zu lange dauert, der leistet sich ein Brennstoffzellenauto. Der Wasserstoff kann aus verschiedenen Quellen gewonnen werden, unter anderem auch aus Elektrolyse. Nur Strom wird für hierfür benötigt, doch verursachen Herstellung und Antrieb keinerlei CO2. Als “Abgas” entsteht lediglich Wasser. Leider ist diese saubere Technologie noch (viel) teurer als ein Elektroauto, so dass die meisten Brennstoffzellen-Fahrzeuge im Leasing genutzt werden. H-Autos heimsen auch beim Tanken einen Minuspunkt ein, denn die Netzdichte von Wasserstoff-Tankstellen ist noch immer ziemlich gering. Das liegt vor allem an den wenigen H-Autos, die derzeit unterwegs sind. Foto: Toyota

Wasserstoff reagiert mit dem Luftsauerstoff zu Wasser

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Hyperloops: Züge der Zukunft

Die Idee der Rohrpost gab es schon in früheren Jahrhunderten. Einige junge Start-Ups haben Hyperloops auf Teststrecken bereits umgesetzt, wenn diese auch noch nicht sonderlich lang sind. Doch erreichen die Kapseln mehrere Hundert Stundenkilometer und sie könnten noch schneller sein. Passagiere sitzen in den verschiedenen Entwürfen von Hyperloop-Zügen in Waggons wie in einem heutigen Zugabteil. Diese werden schwebend durch Magnetkraft durch eine Vakuumröhre geschossen und erreichen so die hohen Geschwindigkeiten, die der Bahn früher oder später sicherlich den Rang abläuft. Hyperloops eignen sich somit auch für lange Strecken über Kontinente und sogar für den Transport von Gütern. Foto: Hyperloop TT


Das Elektromotorrad: Wieder Ruhe in den Bergen

Die Übergangszeit vom Verbrenner- hin zum E-Motorrad ist gekennzeichnet von der Diskussion um massive Lärmbelästigung durch Bikes. Moderne E-Motorräder produzieren nur noch ein futuristisches Surren, wenn sie durch die Straßen in den Bergen oder den Städten heizen. Mit der modernen Akkutechnologie werden auch für Motorräder Reichweiten von 400 Kilometern kein Problem mehr darstellen, wie bei E-Autos kann bald innerhalb von Minuten vollgetankt werden. Auch was die Preise angeht entwickeln sich E-Motorräder mehr und mehr zu einer Alternative, denn diese liegen nur leicht oberhalb althergebrachter Bikes. Wer sich nicht länger mit Lärm- und Abgasvorschriften herumschlagen will, sollte unbedingt mal eine Testfahrt riskieren.  Foto: Curtiss

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Volocopter Stadt Zukunft der Mobilität

Fliegende Autos: Von der Straße in die Luft

Es ist der Klassiker aus jedem Science-Fiction-Film: Metropolen, in denen sich der Straßenverkehr nicht mehr am Boden um die Wolkenkratzer zieht, sondern rund um deren Spitzen. Zahlreiche Firmen – darunter auch Uber, Boeing und Airbus – arbeiten daran, das Kraftfahrzeug flugfähig zu machen, um damit die Platzprobleme auf dem Boden lösen zu können. Der Volocopter von der gleichnamigen deutschen Firma  beispielsweise benötigt keine Startbahn. Er bewegt sich auf Wunsch des Fahrers, beziehungsweise des Piloten, senkrecht in die Luft. Vielleicht ist diese Zukunftsvision schon näher als wir denken, denn bereits seit Jahren werden verschiedene Modelle weltweit erfolgreich getestet. Foto: Volocopter


Flyboards: Wie einst Marty McFly

Marty McFly hat es in “Zurück in die Zukunft 2” vorgemacht und Ingenieuren eine knifflige Aufgabe gestellt. Flyboards könnten einmal der Gamechanger in der individuellen Mobilität werden. Die französische Firma Zapata sorgte erst vor kurzem für Aufsehen, als ein Testpilot gut 20 Meter über einer Militärparade in Paris auf eben so einem Board herumdüste. Mehrere kleine Gasturbinen treiben das Board an, den Tank schnallt sich der Pilot auf den Rücken. Laut Zapata kann das Board bis zu 140 Stundenkilometer erreichen und in verschiedenen Höhen eingesetzt werden. Bisher ist aber leider noch nicht bekannt, ob und wann das Board erworben werden kann. Foto: Zapata

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