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Audi A4: Auffrischung für den Dienstwagen-Klassiker

Facelift Audi A4: Selten hat eine Auffrischung ein Modell so stark verändert wie den Dienstwagen-Klassiker A4. Auch weil er auf elektrifizierte Motoren setzt.

Ganze Arbeit geleistet haben bei ihrer Update-Arbeit die Designer. Sie veränderten nahezu jedes Blechteil und drückten den Kühlergrill etwas flacher zusammen. Dazu leuchten neu gestaltete LED-Scheinwerfer ohne den Zacken am unteren Rand. Seiten und Heck wurden ebenfalls neu modelliert, so dass sich der Audi A4 unterm Strich nun optisch tiefer auf die Fahrbahn duckt, was ihn sportlicher als bislang erscheinen lässt.

Innen hat der Dreh-Drück-Steller für das Infotainment ausgedient, stattdessen werden Radio, Navi und Co. nun über den berührungsempfindlichen Bildschirm gesteuert. Das Display versteht Wischgesten ebenso wie Scrollen oder Gesten mit mehreren Fingern. Die Navi-Karte kann zum Beispiel durch zwei gespreizte Finger vergrößert werden.

Mit dem Facelift hat sich einiges getan: Audi A4. Fotos: Audi

Ist der neue A4 elektrifiziert?

Der Audi A4 ist nämlich in die Gilde der sogenannten „Mildhybride“ aufgestiegen. Eine Zusatzbatterie wird von einem 5 kW starken Generator immer dann mit Strom versorgt, wenn bei 55 bis 160 km/h der Fuß vom Gas genommen wird. Der Verbrennungsmotor wird abgeschaltet, der Audi segelt antriebslos. Die dabei entstehende Energie wandert dann in die Batterie, die im Heck versteckt ist.

Diese sorgt dafür, dass der Motor immer wieder gestartet wird, ohne dabei die Hauptbatterie zu beanspruchen. Verblüffend, wie oft die Nadel des Drehzahlmessers im normalen Fahralltag bewegungslos auf „0“ verharrt. Natürlich vor allem beim Bergabfahren. Unterm Strich soll das System fast einen halben Liter Sprit auf 100 Kilometer sparen. Das alles ist zwar nur ein bisschen elektrisch, aber zumindest ein guter Anfang.

Innen hat der Dreh-Drück-Steller für das Infotainment ausgedient.

Welche Motoren gibt es?

Bei den Motoren gibt es unterschiedliche Konzepte: Die drei zum Marktstart verfügbaren 2,0-Liter-Vierzylinderbenziner (110 kW/150 PS, 140 kW/190 PS und 180 kW/245 PS) werden beim Anfahren und Beschleunigen von einem Startergenerator unterstützt. Der Hilfsmotor zieht seinen Strom dabei aus dem herkömmlichen 12-Volt-Bordnetz. Kurze Zeit nach Marktstart folgen zwei 2,0-Liter-Diesel mit gleicher Technik und 100 kW/136 PS sowie 120 kW/163 PS.

Komplettiert wird das Antriebsprogramm von zwei nicht-elektrifizierten Dieseln: einem 2,0-Liter-Motor mit 140 kW/190 PS und einem 170 kW/231 PS starken 3,0-Liter-Motor. Für die Kraftübertragung – je nach Modell auf die Vorderreifen oder alle vier Räder – stehen Automatikgetriebe mit sieben oder acht Stufen sowie eine Sechsgang-Handschaltung zur Wahl.

Was kostet der A4?

Wie üblich ist der Grundpreis (42.350 Euro brutto für den 35 TDI) natürlich nicht das letzte Wort. Gut 5.000 Euro sollte man sich für seinen Wunsch-A4 schon noch zusätzlich zur Seite legen. Ein kleiner Trost: LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten sind jetzt serienmäßig. HM/SP-X

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