BMW gibt beim E-Auto Gas

Elektroautos: BMW startet Aufholjagd

BMW will bei den Elektroautos wieder mehr Gas geben. Das tut auch Not, denn die Kostenlücke zwischen E-Auto und Benziner schließt sich.

Der bayrische Premiumhersteller sorgte 2013 mit der Einführung der i-Reihe für viel Aufmerksamkeit. Doch seitdem ist wenig passiert in Sachen Elektroautos bei BMW, neue i-Modelle kamen nicht heraus. Nun aber will man wieder Gas geben und nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ bereits 2023 mit 25 E-Pkw auf dem Markt sein – zwei Jahre früher als geplant. Gleichzeitig habe Konzernchef Harald Krüger gefordert, den Absatz der Stromautos jedes Jahr um mindestens 30 Prozent zu steigern.

BMW gibt beim E-Auto Gas. Foto: BMW

Mit dem E-Kleinwagen i3 zählte BMW seinerzeit zu den Frühstartern in Sachen E-Mobilität. Zuletzt war der Schwung allerdings verloren gegangen, Wettbewerber wie Audi und Mercedes konnten aufholen. Noch im laufenden Jahr legen die Münchner nun mit der Elektro-Version des Kleinwagens Mini nach, für 2020 ist eine Variante des Mittelklasse-SUV X3 angekündigt. Ebenfalls bekannt ist, dass ab 2021 wieder reine E-Modelle kommen sollen, zunächst die Limousine i4, später das SUV i5.

Kosten: Elektroautos konkurrenzfähig

Diese Offensive dürfte auch nötig sein, denn der Elektroantrieb holt immer mehr auf gegenüber den Verbrennern – auch und vor allem im Bereich Kosten. Dank des Umweltbonus sind Elektroautos mittlerweile manchmal günstiger als konventionelle Pkw. Bei einem „Auto Bild“-Vergleich von sechs Neuwagen-Pärchen mit E- und Verbrennungsmotor waren die Stromer in vier Fällen unterm Strich die günstigere Wahl.

Bei den Kosten können E-Autos oft mithalten. Foto: VW

So ist beispielsweise der VW E-Golf in der Anschaffung zwar 3.400 Euro teurer als die vergleichbare Variante mit Benzinmotor. Dank geringerem Wartungsaufwands, der Kfz-Steuer-Befreiung über zehn Jahr und weniger Energiekosten liegt er bei den Kosten nach zwei beziehungsweise fünf Jahren Haltedauer jedoch gleichauf mit dem konventionellen Golf.

E-Golf günstiger als der Benziner

Rechnet man die Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro hinzu, ergibt sich sogar ein klarer Kostenvorteil. In einem Betrachtungszeitraum von zwei Jahren liegen die durchschnittlichen Kilometerkosten bei 47 Cent für das E-Modell, der Benziner schlägt mit 61 Cent zu Buche. Nach fünf Jahren liegt das Verhältnis bei 43 zu 49 Cent. Welche Antriebsart für einen konkreten Halter unterm Strich günstiger ist, hängt allerdings von vielen Faktoren ab. Etwa dem Fahrprofil oder der Bezugsquelle für den Fahrstrom. Interessenten sollten daher vor dem Kauf genau rechnen. HM/SP-X

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