Deutscher Mobilitätstag Ahrens

Deutscher Mobilitätstag: Autohaus Ahrens ist dabei

Wasserstoff- und Elektroautos auf dem Deutschen Mobilitätstag in Hannover. Toyota Mirai steht zum Fahren bereit.

Der Deutsche Mobilitätstag am 5. und 6. Juni 2020 in Hannover ist um eine Attraktion reicher. Das Autohaus Ahrens (Toyota, Renault, Dacia) stellt gleich mehrere Modelle auf der Mobilitätsmesse vor. Die Besucher werden sich anhand eines Toyota Mirai über die Merkmale und Besonderheiten eines Wasserstoffautos informieren und dieses Modell auch fahren können. Denn eine der Besonderheiten des Deutschen Mobilitätstages ist es, dass die Fahrzeuge auch getestet werden können und so ein echtes Fahrgefühl der Brennstoffzellen– und Elektroauto-Technologie vermittelt werden kann.

“Kontakt zu Kunden bekommen”

Carsten Ahrens, Geschäftsführer Autohaus Ahrens mit Standorten in Hannover und Garbsen freut sich schon: „Wir möchten auf einer Plattform ausstellen, auf der wir Kontakt bekommen zu Kunden mit Fuhrparks zwischen zwei und 25 Fahrzeugen. Auf diese Kontakte sind meine Verkäufer schon ganz scharf“.

Das Interview mit Carsten Ahrens sehen Sie hier:

Der Vorteil von Autos wie dem Mirai ist die Betankung. Wie Benziner oder Diesel lassen sich die Wasserstofftanks in wenigen Minuten füllen, und dann steht eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern zur Verfügung. Das Problem: Derzeit gibt es nur rund 100 Tankstellen in Deutschland. Freilich gibt es noch mehr zu erfahren über die neuen Technologien – sei es Wasserstoff, Elektro, Hybrid in den verschiedenen Formen: Der Deutsche Mobilitätstag möchte dem Fachpublikum diese in verständlicher Form näherbringen.

Herausforderungen des Mobilitätstwandels

Er greift die komplexen Herausforderungen des Mobilitätswandels auf. Durch die Trilogie aus Ausstellung, Themenbühnen und Testfahrten geht das Konzept auf die Bedürfnisse des Marktes nach Transparenz, Wissen, Erfahrung und Austausch ein und liefert so wichtige Elemente für die Orientierung im Mobilitätswandel.

Deutscher Mobilitätstag Ahrens
Unterhalten sich über den Toyota Mirai und den Deutschen Mobilitätstag am 5. und 6. Juni 2020 in Hannover: Carsten Ahrens (links, Geschäftsführer Autohaus Ahrens) und Eckhard Schulte (Geschäftsführer Deutscher Mobilitätstag. Foto: DMT

Die regionalen Mobilitätsmessen des Deutschen Mobilitätstages decken das Bundesgebiet weitreichend ab. Damit geben wir Unternehmen, Behörden, Handwerkern und interessierten Privatkunden in ihrer Region einen direkten Zugriff auf die Antworten rund um den Mobilitätswandel.

Eines sei an dieser Stelle schon verraten: Wenn über die Preise eines Brennstoffzellenfahrzeugs wie dem Mirai debattiert wird, dann fallen oft Zahlen wie 80.000 Euro. Das Autohaus Ahrens bietet den Mirai aber schon für eine Leasingrate von rund 500 Euro im Monat ohne Anzahlung an. HM

Weitere Infos zum Deutschen Mobilitätstag gibt es hier.

Mobilität dmt

„Mobilität ist DAS Schlüsselthema“

Interview mit Gernot Hagemann, Projektleiter Branchenentwicklung bei hannoverimpuls, zu Mobilität und den Deutschen Mobilitätstag.

hannoverimpuls nimmt am Deutschen Mobilitätstag am 5. und 6. Juni im Hannover Congress Centrum (HCC) teil. Wir haben uns mit Gernot Hagemann über Mobilität (in Städten) und die Ziele des Wirtschafts- und Innovationsförderers unterhalten.

puls: Welche Aufgaben hat hannoverimpuls?

Gernot Hagemann: hannoverimpuls kümmert sich für seine Gesellschafter Landeshauptstadt und Region Hannover um die Entwicklung und die Förderung des Startup-Ökosystems und der entsprechenden Gründer, das Einwerben überregionaler und internationaler Ansiedlungen sowie die Innovationsförderung und Technologienutzung bei Industrie, Gewerbe sowie Handwerk vor dem Hintergrund der Chancen und Risiken des Strukturwandels und globalen Megatrends.

“Nachhaltige und zukunftssichere Mobilitätsideen”

Welche Aufgaben und Ziele verfolgen Sie speziell im Bereich Mobilität?

Der Mobilitäts- und Transportbedarf der Menschen wächst. Gleichzeitig ist die Infrastruktur kapazitätsmäßig am Limit und die verfügbare Fläche in starker Konkurrenz zu anderen Nutzungsmöglichkeiten wie Naherholung, Wohnungsbau oder Gewerbeflächen. Verkehrslärm, Staus und Schadgasemissionen verursachen Schäden, die unsere Lebens- und Umweltqualität massiv beeinträchtigen. Ich arbeite mit Unternehmen und der Wissenschaft an innovativen, perspektivisch und/oder bereits aktuell marktfähigen Lösungen, um nachhaltige und zukunftssichere Mobilitätsideen zu realisieren. Das können Geschäftsmodelle, Produktinnovationen oder auch Pilotanwendungen sein.

Welchen Stellenwert räumen Sie dem Thema Mobilität in Ballungsgebieten in Zukunft ein?

Mobilität in Ballungsräumen ist ein – wenn nicht DAS – Schlüsselthema, um in wachsenden Metropolen ein Mindestmaß an Lebensqualität sicher zu stellen.

“Man kann ohne Verbote zum Umstieg bewegen”

Wie stellen Sie sich Mobilität in Zukunft vor?

Beamen ohne Nebenwirkungen wäre schon toll! Bis dahin muss es mehr Intermodalitätsangebote geben, Zweiradnutzung oder sonstige platz- und energiesparende Fortbewegungsmittel. Immer mehr Autos bleiben schon heute vor der Stadt, was man an den überfüllten P+R-Parkplätzen sieht. Man sieht, dass man mit attraktiven ÖV-Angeboten die Menschen auch ohne Verbote zum Umstieg bewegen kann. Auf dem Land bleibt das Auto wohl noch lange – gefühlt – unverzichtbar. Hier muss es zwingend CO2-frei werden. Für die Wirtschaft und das Handwerk sind die Prioritäten selbstredend anders gelagert: hier zählen Wirtschaftlichkeit und betrieblicher Nutzwert. Da kann ein Cargobike, mit dem der Lieferdienst in der City überall parken kann produktiver sein, als ein Transporter …

Sie integrieren Ihren Ansatz eines Mobilitätsevents in den Deutschen Mobilitätstag. Wo sehen Sie die Vorteile?

hannoverimpuls verzichtet auf ein eigenes – bislang schwerpunktmäßig auf Elektromobilität ausgerichtetes – Event zugunsten des Deutschen Mobilitätstages, da wir uns für die hannoversche Wirtschaft bei der Zielgruppe der gewerblichen Mobilitäts- und Transportnachfrager, die Erschließung eines größeren Einzugsbereichs – also mehr Interessenten – versprechen.

Mobilität
Viel Interesse am Thema gab es schon bei der dmt Arena am 14. November im HCC. Foto: dmt

Welche Ausstellergruppen/Unternehmen waren auf Ihrem letzten Event vertreten?

Wir realisierten stets Veranstaltungen, bei denen wir die relevanten Mobilitätsbedarfe der Kunden möglichst umfänglich abgebildet haben. Neben den Fahrzeugen, der Versorgungsinfrastruktur, den finanziellen Fragen, den Alternativen in anderen Fahrzeugkategorien, dem öffentlichen Verkehr, Mikromobilität und Sharing sowie Fördermittel zeigen wir auch erfolgreiche Projektideen, wie und warum alternative Mobilitätsansätze auch in kritischen Einsatzfeldern wie der Polizei funktionieren.

“Wir versprechen uns effektive Gespräche”

Was waren die Gründe für deren Teilnahme?

Als öffentliche Wirtschaftsförderung gelten wir als Garant für eine ausgewogene themenorientierte Auswahl der Ausstellungspartner, die eng am Thema sind.

Was versprechen Sie sich vom Deutschen Mobilitätstag?

Effektive Gespräche für die gewerblichen Aussteller und die Investoren, nutzwertige Informationen und viel Spaß für die Verbraucher ohne Angst vor Dauerregen oder sommerlichen Temperaturrekorden.

Welche Themen sollten beim Deutschen Mobilitätstag aufgegriffen werden?

Am liebsten hätte ich persönlich eine konsequente Fokussierung auf die wirklich sauberen, zukunftsorientierten Technologien und nutzerorientierten Geschäftsmodelle der Zukunft. Dies hilft der Veranstaltung sich abzugrenzen und zu profilieren.

“Eine komplexe Gemengelage”

Wie beurteilen Sie die Diskussion um das Thema – vor allem in urbanen Bereich?

Wir haben es hier mit einer komplexen und vielschichtigen Gemengelage von nachvollziehbaren Positionen einzelner Interessengruppen zu tun, die sich nur zögerlich auf Experimente einlassen und für neueste wissenschaftliche Erkenntnisse nicht immer offen sind, aus Angst, dass der einzelne etwas messbar verliert, während die Allgemeinheit wenig messbar etwas gewinnt, von dem der Einzelne nichts hat. Foto: Hagemann/hannoverimpuls

Vielen Dank für das Gespräch!

Deutscher Mobilitätstag

Der Deutsche Mobilitätstag – Orientierung im Wandel

Die Mobilität ist im Umbruch, die Verunsicherung in den Unternehmen wächst. Der Deutsche Mobilitätstag bietet Orientierung.

Die tägliche Berichterstattung über neue politische Entscheidungen, wirtschaftliche und technische Entwicklungen sowie das wachsende Umweltbewusstsein führen zu immer mehr Verunsicherungen was unsere Mobilität betrifft. Für viele Unternehmen sind diese Auswirkungen besonders gravierend, da die Mobilität heute ein entscheidender Erfolgsfaktor für sie ist. Der aktuelle Wandel stellt sie daher vor große Herausforderungen. Notwendig ist eine Neuorientierung, für die ein umfangreicher Marktüberblick, der Aufbau von Wissen und das direkte Erleben von Mobilität eine große Rolle spielen.

Fachvorträge, Fahrzeuge und Themenbühnen

Der Deutsche Mobilitätstag veranstaltet regionale Mobilitätsmessen mit bundesweiter Abdeckung, die diese Anforderungen aufnehmen und einen umfangreichen Marktüberblick geben. Durch Fachvorträge auf den Themenbühnen in den Themenfeldern Technik, Wirtschaftlichkeit, Marketing und Recht haben die Besucher die Möglichkeit ihr Wissen gezielt auszubauen. Das Testen neuer Mobilitäts- und Antriebstechniken macht den Mobilitätswandel erlebbar und ermöglicht die direkte Erfahrung.

Die Themenbühnen auf dem Deutschen Mobilitätstag gehen also gezielt auf die aktuellen Mobilitätsfragen ein und ergänzen so das Ausstellungsprogramm optimal. Neben unseren Fachreferenten beteiligen sich auch die Aussteller an praxisorientierten Vorträgen. Der Deutsche Mobilitätstag unterstützt den Abbau von Unsicherheiten, gibt Einblicke in die Entwicklungen des Marktes und ermöglicht so den Fachbesuchern, Herausforderungen in Chancen umzuwandeln.

Wer kommt zum Deutschen Mobilitätstag?

Geschäftsführer kleinerer und mittlerer Unternehmen, Fuhrpark- und Mobilitätsmanager, kommunale Mitarbeiter, HR-Manager sowie Handwerker nutzen den Deutschen Mobilitätstag für die Gestaltung ihrer individuellen Mobilitätslösungen. Unsere regionalen Mobilitätsmessen bieten aber auch interessierten Privatkunden eine Orientierung. Der erste Deutsche Mobilitätstag findet am 5. und 6. Juni in Hannover statt. Zwei weitere folgen am 15. und 16. September in Karlsruhe und am 6. und 7. September in Aschaffenburg.

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eigenen Auto

Abkehr vom eigenen Auto? Keine Spur!

Immer mehr Pkw, Carsharing in der Krise: Großstädter bleiben laut einer Studie dem eigenen Auto treu.

Es ist wohl eher Wunschdenken, wenn immer wieder davon geredet wird, dass das eigene Auto an Status verlieren werde. Diverse Mobilitätsdienste wie Carsharing bauen ihre Geschäftsmodelle ja darauf auf, dass der Städter sich von Privatauto abwenden und sich flexibleren Varianten zuwenden werde. Davon ist man wohl noch weit entfernt, so das Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen in einer nun veröffentlichten Zehn-Jahres-Bilanz sogenannter Mobility-Services.

Im Gegenteil: Seit 2009 ist die Zahl der Pkw in Deutschland um 5,8 Millionen oder 1,4 Prozent auf 47,1 Millionen Fahrzeuge gestiegen. Die Pkw-Dichte hat parallel von 504 auf 567 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner zugenommen. Das Flotten-Wachstum ist nicht nur im gesamten Land, sondern auch in den Großstädten zu beobachten. In Berlin beispielsweise hat die Zahl der Pkw in den vergangenen zehn Jahren um 11,3 Prozent zugelegt, in München um 18,5 Prozent und in Leipzig um 21,2 Prozent. Das oft gebrachte Argument, Großstädter wollten kein Auto, stehe im Widerspruch zu den Fakten, so CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer.

Carsharing in der Krise

Gleichzeitig blickt Dudenhöffer ernüchtert auf die Lage im Carsharing-Geschäft, das sich nicht zuletzt als günstige und umweltfreundliche Alternative zum Privatauto etablieren wollte. Nach zehn Jahren seien die Bestandszahlen noch niedrig, der Anteil der Sharing-Autos an der deutschen Pkw-Flotte liege bei 0,04 Prozent. Unter den rund 2,46 Millionen Fahrberechtigten vermutet der Experte viele Karteileichen, möglicherweise angelockt durch Boni oder Incentives bei der Anmeldung.

Neben dem mäßigen Kundenzuspruch gibt es laut Dudenhöffer ein weiteres Problem: Carsharing ist ein schwieriges Geschäft. Der Anbieter habe hohe Kapazitätskosten durch die vielen Fahrzeuge im Bestand; bei geringer Auslastung oder nicht kostendeckenden Preisen würden die Unternehmen schnell in die Verlustzone fahren. Von den zahlreichen Carsharing-Diensten der Autohersteller seien nicht zuletzt deswegen mittlerweile nur noch wenige übrig. Opel, Mazda und Citroen etwa haben ihre Angebote längst wieder eingestellt, die Branchenführer Car2go (Daimler) und Drive Now (BMW) mussten sich zudem zuletzt zusammenschließen, um profitabler zu werden.

Privatwagen werden sogar noch attraktiver

Eine Abkehr vom persönlichen Auto sei bislang nicht zu erkennen, zieht Dudenhöffer als Fazit. Der Privatwagen wird in seinen Augen künftig eher noch attraktiver: Neue Produkte wie Car-Abos oder Fullservice-Leasing machten die Nutzung eines eigenen Fahrzeugs künftig weniger riskant und komfortabler. Es spreche daher einiges dafür, dass auch in Zukunft der Wunsch nach einem eigenen Auto ausgeprägt bleibe.

Umdenken

Zuerst kommt das Umdenken – und danach vielleicht das Auto

Um die Mobilitätswende zu beginnen, müssen wir vor allem eines: umdenken. Und uns künftig genau überlegen, was wir für unser Fortkommen brauchen.

Der Mensch mag nicht umdenken. Was in jungen Jahren noch einigermaßen funktioniert, fällt mit wachsendem Alter immer schwerer. Im Laufe seines Lebens fällt man in einen Trott, dem man nur schwer wieder entgehen kann. Das betrifft nicht nur Gewohnheiten und Tagesabläufe, auch die Denkstrukturen haben sich tief eingegraben in den menschlichen Geist.

Oder wie sonst ist die Angst vor dem Elektroauto zu verstehen, die sich in seltsamen Diskussionen findet? Hört man den Kritikern zu, dann naht der Untergang der westlichen Welt so wie wir sie kennen, zumindest aber wird Mobilität unmöglich. Begriffe wie Reichweitenangst, Ladekomfort und Elektrophobie tauchen auf. Plötzlich ist die Gewinnung von Rohstoffen das zentrale Thema beim Autobau. Hat zuvor je ein Hahn danach gekräht, welche Umweltschäden das Fördern und Transportieren von Öl weltweit verursacht?

Wie ist die Angst vor dem E-Auto zu verstehen?

Umdenken
In vielen europäischen Städten schon eine vielgenutzte Alternative zum Auto: der E-Roller. Foto: Seat

Jetzt aber können wir keine Elektroautos fahren, da die Kinder im Kongo ausgebeutet und gesundheitlich ruiniert werden. Man mag es laut herausschreien: Das hat es vor dem E-Auto auch schon gegeben! Und es liegt auch nicht nur am Bedarf nach Akkus, dass diese Skandale existieren. Wen kümmert es etwa, was in den Goldminen Afrikas abgeht? Und wen interessiert, dass Kobalt und Lithium auch in Verbrennern und vielen anderen Produkten verbaut werden – man denke nur an Handys.

Nun ja, wir werden noch einige schräge Diskussionen führen müssen, bis das Umdenken bei der Mobilität einsetzt. Wobei ich herausstreichen möchte, dass das E-Auto nicht das Allheilmittel ist. Aber 100 Prozent Ökostrom in unserem Netz und viele Stromer auf den Straßen würden uns schon mal einen Schritt voranbringen auf dem Weg zur klimaneutraleren Mobilität. Noch besser ist es freilich, das Auto ganz stehen zu lassen und das Fahrrad zu nehmen, gerne auch das E-Bike.

PHEV: Die Last der zwei Antriebe

Ganz schlecht aber ist es, einen Plug-in-Hybriden (PHEV) zu kaufen und ihn dann nur im Verbrenner-Modus zu bewegen. Dann rauschen die Verbräuche in schwindelerregende Höhen, da die PHEVs ja ein bisschen mehr wiegen. So beschwerte sich ein Nachbar kürzlich bei mir, dass der Verbrauch seines Halbstromers, ein mittelgroßes SUV, weit über zehn Liter liege. Und ein Fuhrpark-Leasingunternehmen berichtete von PHEV-Dienstwagen, bei denen das Ladekabel nach drei Jahren noch originalverpackt und daher unbenutzt war.

Also noch einmal ganz laut, was seit Jahren in der seriösen Presse steht:

  • Die angegebenen Durchschnittsverbräuche (oft unter 2 Liter je 100 km) in den technischen Daten der PHEV sind nur zu erreichen, wenn man Kurzstrecke fährt, regelmäßig nachlädt und peinlich darauf achtet, dass der Verbrenner sich nicht zuschaltet.
  • Die Angaben der elektrischen Reichweite stimmen oft nicht mit der Realität überein. Vor allem im Winter kann man getrost 30 bis 40 Prozent abziehen.
  • Ein PHEV macht nur Sinn, wenn man weit überwiegend Kurzstrecke fährt. Wobei sich hier die Frage stellt, warum man dann nicht gleich zum vollelektrischen Auto (BEV) greift.

Moderne Diesel filtern sogar Feinstaub aus der Luft

Fazit: Im Vertrieb und auf der Langstrecke sind PHEV kontraproduktiv. Hier bieten sich nach wie vor Dieselautos an. Ja, Dieselautos! Mit der modernsten Abgasnorm Euro 6d-TEMP halten sie wirklich die Emissionsgrenzwerte ein. Und ein Test der Zeitschrift auto, motor und sport hat ergeben, dass sie nicht selten mehr Feinstaub aus der Stadtluft filtern als sie hinten wieder ausstoßen.

Wir werden noch lange auf mehrere Antriebsarten angewiesen sein bei unserer Mobilität. Immer wichtiger jedoch wird, dass wir uns die Antriebe aussuchen, die zur geplanten Verwendung passen. Und hier sollten sich die Denkstrukturen möglichst bald auf die neue Situation einstellen, damit wir den Wandel angehen können.

Antworten geben: Der Deutsche Mobilitätstag

Wie das funktionieren kann, dass E-Autos kein Teufelszeug sind und wer Hilfestellung geben kann, das zeigt der Deutsche Mobilitätstag im kommenden Jahr in Hannover (5. und 6. Juni), Karlsruhe (15. und 16. September) und Aschaffenburg (6. und 7. Oktober). Informieren Sie sich aus erster Hand und suchen Sie Antworten auf Ihre Fragen. Uns rennt die Zeit davon. Die Natur verhandelt nicht.