Energiewende

Energiewende im Verkehr im kommunalen Umfeld

Die NOW-Broschüre „Energiewende im Verkehr im kommunalen Umfeld“ aus der Begleitforschung „Vernetzte Mobilität“ ist nun online verfügbar.

Die Broschüre der Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie GmbH (NOW) setzt sich mit der Kopplung der Sektoren Verkehr und Strom für Kommunen, Stadtwerke, Verteilnetzbetreiber und Verkehrsunternehmen auseinander und richtet sich vor allem an Kommunen und kommunale Unternehmen, die sich mit dem Thema Energiewende im Verkehr (Sektorenkopplung) beschäftigen wollen. Es wird aufgezeigt, welche Handlungsmöglichkeiten die Kommunen, Stadtwerke, Verteilnetzbetreiber und Verkehrsbetriebe haben sowie in welcher Beziehung diese Akteure zueinander stehen.

Energiewende
Die Broschüre der NOW. Foto: NOW

Durch einen engen Bezug zur Praxis kann diese Broschüre dazu beitragen, dass verstärkt lokal erzeugte regenerative Energie in den Verkehrsbereich gebracht wird und somit die Elektromobilität umweltfreundlicher umgesetzt werden kann. Was die kommunale Verwaltung und die kommunalen Unternehmen im Einzelnen unternehmen können, um die Sektorenkopplung voranzutreiben, wird in den Kapiteln 2 bis 5 dargestellt. Im Kapitel 6 wird auf mögliche Finanzierungsmodelle eingegangen, bevor in Kapitel 7 ein Einblick in die Techniken und Rahmenbedingungen gegeben wird, die bei der Sektorenkopplung zum Einsatz kommen.

Leitgedanke ist die Verknüpfung

Der Leitgedanke der Sektorenkopplung (SK) ist die Verknüpfung der bisher meist getrennt betrachteten Sektoren Strom, Verkehr, Wärme und Industrie, mit dem Ziel, CO2-Emissionen zu reduzieren. Dabei zielt die Sektorenkopplung auf eine ganzheitliche Betrachtung aller Sektoren ab und ermöglicht die energetische Optimierung über die Sektorengrenzen hinweg. Damit geht die Verringerung des Energieverbrauchs durch die Nutzung effizienter Technologien und optimierter Energiewandlungsketten einher.

Mit dem Fokus auf erneuerbaren Energien (EE) als Energiequelle und der Kopplung der Sektoren ist es ein weiteres Ziel, die Dekarbonisierung aller Sektoren einzuleiten. Ein zusätzlicher Leitgedanke der Sektorenkopplung ist es, das fluktuierende Energieangebot von Wind und Photovoltaik (PV) durch eine intelligente Steuerung von flexiblen Verbrauchern weitestgehend vollständig zu verwerten. Strom, der nicht dargebotsabhängig verbraucht wird, kann direkt in Stromspeichern gespeichert werden, mittels SK-Technologien in andere Sektoren wie etwa Wärme überführt oder als Gase gespeichert werden.

Enge Verzahnung der Anwendungsbereiche

Der Verbrauch der gespeicherten Energie kann innerhalb desselben Sektors oder nach Umwandlung in einen anderen Sektor erfolgen. Insgesamt erfolgt durch die Sektorenkopplung eine engere Verzahnung und Verknüpfung der verschiedenen Anwendungsbereiche und eine Zunahme von Verzweigungs- und Umwandlungsstellen im Energiesystem. Verzweigungsstellen sind hier neue, flexible Verbraucher und Speicher. Bei der Definition der Sektoren existieren unterschiedliche Einteilungen. Gebräuchlich ist die Unterscheidung der Sektoren nach der Energiewirtschaft (d. h. Stromerzeugung), Verkehr, Wärme und Industrie. Damit die Sektorenkopplung umgesetzt werden kann, muss der Ordnungsrahmen angepasst, die Netze und die daran angeschlossenen Anlangen digitalisiert sowie Standards für die Kommunikation und Regelung etabliert werden.

Den Download der Broschüre gibt es hier. Die Sektorenkopplung wird auch Thema auf dem Deutschen Mobilitätstag sein. red/Titelfoto: pixabay