Zulassungen von Elektroautos steigen rasant

Zulassungen im ersten Halbjahr: Das E-Auto legt stark zu, und der Diesel erholt sich leicht. Bei den Erdgas-Autos gibt es einen Gewinner und einen Verlierer.

Wie das Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in seiner Halbjahresbilanz vermeldet, haben die Zulassungen von Diesel-Pkw in den ersten sechs Monaten 2019 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 um 3 Prozent auf 608.753 Einheiten zugenommen. Ein wenig überraschend ist die Bilanz hingegen bei den Benzinern: Deren Zulassungen sanken im gleichen Zeitraum um 5 Prozent auf 1,1 Millionen Fahrzeuge. Mit einem Marktanteil von 59 Prozent bleiben sie jedoch klar vor den Dieseln, die auf 32,9 Prozent kommen.

Wie viele E-Autos wurden zugelassen?

E-Autos wie der Renault Zoe waren im ersten Halbjahr beliebt. Foto: Renault

Die klaren Gewinner des ersten Halbjahres sind die Elektroautos, deren Zulassungen um 80 Prozent auf 31.059 Einheiten zulegten. Die Plug-in-Hybride hingegen stagnieren bei rund 16.500 Einheiten. Die Zahl der Hybridautos insgesamt, also auch solcher ohne Stecker, stieg um 69 Prozent auf 102.995 Einheiten.

Welche Gasfahrzeuge haben die Nase vorn?

Ein noch stärkeres Wachstum zeigten die Autogasfahrzeuge, die ihr Vorjahresergebnis mit 4.863 Einheiten nahezu verdoppelten (plus 93 Prozent). Das Erdgasauto bleibt hingegen ein Exot: 3.193 Neuzulassungen entsprechen einem Minus von 56 Prozent.

Insgesamt rollten im ersten Halbjahr in Deutschland 1,85 Millionen neue Autos auf die Straße. Das entspricht einem Wachstum um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. HM/SP-X

Fiat Ducato: Der Stromer kommt schon nächstes Jahr

Fiat gibt beim elektrischen Ducato mächtig Gas: Der Transporter soll nächstes Jahr auf den Markt kommen und bis zu 360 Kilometer schaffen.

Der Fiat Ducato ist ab 2020 auch in einer elektrisch angetriebenen Variante zu haben. Den Transporter sollen es dann mit unterschiedliche Batterie-Optionen geben, die Reichweiten zwischen 220 und 360 Kilometern (NEFZ) erlauben. Geplant sind zwei Akku-Varianten mit 47 und 79 kWh Kapazität, die auch via CCS schnellgeladen werden können. Fiat spricht von 100 nachgeladenen Kilometern in unter 30 Minuten.

Für die größere Variante hat sich Fiat nach eigenen Angaben entschieden, um auch Food-Lieferdiensten, die für ihre Fahrzeuge eine aktive Kühlung benötigen, einen E-Transporter anbieten zu können.

Was kostet der E-Ducato?

Für den Antrieb sorgt in allen Ausführungen ein 90 kW/122 PS E-Motor mit einem Drehmoment von 280 Newtonmeter. Die Höchstgeschwindigkeit ist aus Effizienzgründen auf 100 km/h beschränkt. Das Ladevolumen des in unterschiedlichen Aufbauvarianten angebotenen Nutzfahrzeugs ändert sich gegenüber den konventionell angetriebenen Modellen nicht. Es reicht von 10 bis 17 Kubikmeter. Einen Preis für den E-Lieferwagen nennt Fiat noch nicht.

Wer sind die Konkurrenten?

Der E-Ducato trifft auf eine stetig wachsende Konkurrenz. Neben dem Bestseller Streetscooter zählen unter anderem der Renault Master Z.E., der VW E-Crafter und der für die zweite Jahreshälfte erwartete Mercedes E-Sprinter zu den Wettbewerbern. HM/SP-X/Foto: Fiat