Diskussion E-Auto

E, H2 oder eFuels? Diskussion überflüssig!

Das E-Auto mit Batterie oder Wasserstoff? Oder Verbrenner mit eFuels? Die Diskussion ist in vollem Gange. Doch es müsste sie gar nicht geben.

Dieser Tage jagt mal wieder eine Studie die andere. Sie drehen sich um die Frage, wie die CO2-Bilanz des batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeugs (BEV) wirklich aussieht, ob nicht etwa andere Technologien wie der Verbrennungsmotor – entweder mit Erdölprodukten oder eFuels – hinsichtlich der CO2-Vermeidung die bessere Wahl wäre. Oder vielleicht doch das Brennstoffzellenauto?

Der Think Tank Agora Verkehrswende hat sich tendenziell für die BEV ausgesprochen, der Verband der Ingenieure VDI lastet ihnen hingegen einen zu großen CO2-Rucksack an – vor allem wegen der energieintensiven Herstellung der Batterien und des kohlelastigen Energiemixes im Herstellungsland China. Allgemein kritisiert werden die Akkus auch immer wieder wegen der Nutzung der Rohstoffe Kobalt und Silizium. Andere Studien kommen wiederum zu anderen Ergebnissen, die nachzuvollziehen nicht selten schwer fällt.

Das Geschäft mit den Studien

Was übrigens für alle Studien gilt, egal ob es um die Umweltverträglichkeit von Elektroautos geht. Will man eine Studie wirklich beurteilen, muss man sich in ihre Details genau einarbeiten, muss ihren Aufbau verstehen, ihre Umsetzung bewerten, ihre Schwachstellen finden und – am wichtigsten – sie statistisch überprüfen. Erst dann kann man die Zahlen verstehen und interpretieren. Und nur dann! Eine Aufgabe, die schon mal den Umfang einer Masterarbeit erreichen kann.

Wie schnell man falschen Studien auf den Leim gehen kann und wie sie manchmal die Wissenschaft auf Jahrzehnte beeinflussen, kann man in dem Buch „Schlechte Medizin – ein Wutbuch“ von Dr. med. Gunter Frank nachlesen. Der Hausarzt aus Heidelberg hat sich den unzähligen Studien und Meta-Studien im Medizinbereich gewidmet, viele analysiert und zieht ein erschütterndes Fazit. Lesenswert und eine Veranschaulichung, wie mit Pseudo-Wissenschaft Meinung gemacht und Milliardenmärkte erschlossen werden.

Es geht um Milliardenmärkte

Ähnliches zeichnet sich nun beim Streit um die Pkw-Mobilität der Zukunft ab. Auch hier geht es um Milliardenmärkte. Studie um Studie erscheint, alle kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen und nicht immer lässt sich erkennen, ob und welche wirtschaftlichen Interessen dahinter stehen. Denn das ist einer der großen Erkenntnisse des Buches von Dr. Frank: Über die „Wissenschaft“, untermauert mit Studien, lässt sich das große Geld verdienen, indem man die Politik beeinflusst und die öffentliche Meinung.

Wie wollen wir morgen fahren?

Man sollte die „Wissenschaft“ und deren Produkte also nicht immer als großen Heilsbringer feiern, sondern den Blick erheben und unbefangen nachdenken. Und da stellt sich im Bereich Mobilität die zentrale Frage:

Wollen wir in 20 oder 30 Jahren immer noch Erdöl in CO2 und Antriebsenergie verwandeln?

Nein, das wollen wir sicher nicht. Wir wollen, da ist sich die Mehrheit wohl einig, dezentral gewonnene und regenerative Energien nutzen, um uns in möglichst umweltfreundlich produzierten Karossen fortzubewegen.

Ist das der zentrale gemeinsame Nenner? Ich denke schon. Und dann kann die Antwort nur lauten, dass wir auf das BEV setzen.

Und vor diesem Hintergrund macht die endlose und von vielen Lobbyisten unterwanderte Diskussion unter Begriffen wie Technologie-Offenheit keinen Sinn. Dann muss es heißen: Das ist das Ziel – volle Kraft voraus! HM/Titelfoto: pixabay

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Leibniz und T6-Umbau bei der DMT Arena

In die Riege interessanter Fahrzeuge bei der DMT Arena reihen sich zwei weitere Elektromobile ein: der Leibniz und ein VW T6.

Einer der Bausteine der DMT Arena am 1. Oktober im HCC in Hannover ist die begleitende Ausstellung von Fahrzeugen beziehungsweise die Möglichkeit, diese testen zu können. In die Liste der Fahrzeuge in der Ausstellung reiht sich mit dem Leibniz des Hannoveraner Energieunternehmens Aspens ein Mikromobil im Nutzfahrzeugbereich ein.

Das Besondere am Leibniz: Der Pick-up fährt elektrisch, ist aber auch mit einem Wasserstoff-Range-Extender kompatibel. Er kann an eine Haushaltssteckdose geladen werden und besitzt eine Reichweite von 110 Kilometern bei 50 km/h Geschwindigkeit. Mit H2-Range-Extender schafft er laut Hersteller 500 Kilometer.

Wenn der VW T6 zum E-Transporter wird

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Die Firma ADT stellt bei der DMT Arena den Umbau eines VW T6 zum Elektro-Transporter vor. Foto: ADT

Ein zweites ungewöhnliches Fahrzeug bei der DMT Arena ist ein zum Elektro-Transporter umgebauter VW T6 der Firma Advanced Drive Technology, ebenfalls aus Hannover. Das Besondere: Der T6 darf 2,2 Tonnen an den Haken nehmen und dürfte damit unter den E-Nutzfahrzeugen der T6-Klasse eine Ausnahmestellung einnehmen.

Geliefert werden kann der Umbau (Doppelkabine/Pritsche) mit drei Akku-Packs, die eine Reichweite zwischen 60 und 140 Kilometer ermöglichen. Mit dem T6 kann man übrigens eine Runde drehen.

Eine Übersicht über die weiteren Fahrzeuge bei der DMT Arena – unter anderem der VW ID.3 – finden Sie hier.

Hygienekonzept und Streaming

Natürlich wird die DMT Arena wird mit einem durchdachten Hygienekonzept durchgeführt. Als Hybridveranstaltung nutzen wir die Möglichkeiten von Streaming und Übertragung auf Bildschirme in weiteren Bereichen und den Lounges des Hannover Congress Centers.

Melden Sie sich hier an. HM/Titelfoto: Aspens

DMT Arena 2020

Maxus EV80

Maxus EV80: Mit dem E-Transporter unterwegs

Der SAIC Maxus EV80 ist eines der (Elektro-)Fahrzeuge, die bei der DMT Arena für Fahrten bereit stehen. Hier erste Erkenntnisse.

Im Rahmen der DMT Arena am 1. Oktober im HCC Hannover kann man verschiedene Fahrzeuge mit unterscheidlichen Antriebskonzepten fahren. Unter anderem den SAIC Maxus EV80, eine rein elektrisch betriebener Transporter.

Eckhard Schulte hat diesem einen Anhänger verpasst, ist für die Veranstaltung Werbung gefahren und hat den Maxus gut kennen gelernt. In einem kleinen Film hat er seine Erfahrungen zusammen gefasst.

Auf dem Gelände des Hannover Congress Center (HCC) gibt es ab 13.30 Uhr Vorträge zu Mobilitätsthemen sowie die Möglichkeit, sich an Ständen mit neuen Technologien und Produkten bekannt zu machen. Zudem stehen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben für Testfahrten bereit – unter anderem der VW ID.3.

Und nicht nur der ID.3 wird vor Ort sein, Volkswagen Automobile Hannover bringt auch die beiden Plug-in-Hybride Golf GTE und den Passat GTE mit – auch mit diesen kann man Testfahrten unternehmen. Als besonderes Schmankerl hat man auch einen auf Elektroantrieb umgerüsteten T6 den Tuners ABT im Gepäck.

Toyota und Renault vertreten

Auch das Autohaus Ahrens engagiert sich bei der DMT Arena mit interessanten Testwagen. So kann man das Brennstoffzellenauto Toyota Mirai, den elektrischen Renault Zoe, den Renault Captur Plugin sowie den Toyota RAV4 Hybrid begutachten und fahren.

Es gibt mittlerweile auch Firmen, die Verbrenner-Fahrzeuge auf Elektroantrieb umrüsten. So bringt das Hannoveraner Unternehmen Advanced Drive Technologies einen umgebauten VW T6 mit.

Und nicht zu vergessen: das eRockit, ein Zweirad zwischen Fahrrad und Motorrad. Auch das eRockit kann man testen. HM/Titelfoto: Schulte

Hier finden Sie eine Übersicht der Fahrzeuge bei der DMT Arena sowie weitere Infos zur DMT Arena.

Weitere Infos zum Programm der DMT Arena, zu den Vorträgen und der Podiumsdiskussion finden Sie hier.

Toyota Mirai DMT Arena

Jülicher Bürgermeister fährt Toyota Mirai

Stadtoberhaupt nimmt Brennstoffzellen-Pkw in Empfang. Testen auch Sie den Toyota Mirai bei der DMT Arena am 1. Oktober im HCC.

Der Jülicher Bürgermeister fährt mit gutem Beispiel voran: Das Stadtoberhaupt ist ab sofort im Toyota Mirai unterwegs. Axel Fuchs (parteilos/Titelfoto, rechts) konnte die Brennstoffzellenlimousine mit dem markanten Kennzeichen JÜL-BM 1E nun gemeinsam mit dem städtischen Klimaschutzmanager Sebastian Ross in Empfang nehmen.

Der neue Dienstwagen verfügt über ein Brennstoffzellensystem, das aus Wasser- und Sauerstoff elektrische Energie erzeugt und damit einen 113 kW/154 PS starken Elektromotor antreibt. Mit einer Tankfüllung lassen sich mehr als 500 Kilometer zurücklegen, ohne dass während der Fahrt Schadstoffe und CO2 ausgestoßen werden. Lediglich Wasserdampf entweicht dem Auspuff.

Ladesäulen

Testen auch Sie den Toyota Mirai bei der DMT Arena: Das Hannoveraner Autohaus Toyota Ahrens bringt ein Fahrzeug zu der Veranstaltung am 1. Oktober mit und stellt sie zu Testfahrten zur Verfügung.

Mit dem Mirai für den Bürgermeister beteiligt sich die nordrhein-westfälische Stadt an der Wasserstoffinitiative des Kreises Düren. Auch Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) hat die Brennstoffzellenlimousine seit März im Fuhrpark, die als Botschafter für die alternative Antriebsform dient. Deren hohe Alltagstauglichkeit zeigt sich auch darin, dass sie sich nicht nur für den individuellen Pkw-Verkehr eignet, sondern auch für öffentliche Verkehrsmittel. Unter dem Motto „Kreis Düren: mobil durch Wasserstoff“ will der Kreis bis 2021 fünf Brennstoffzellenbusse anschaffen, bereits im Frühjahr waren Wasserstoffzüge zwischen Jülich und Obermaubach unterwegs.

Auch eine erste Wasserstofftankstelle ist genehmigt, damit die kreisweit wachsende Brennstoffzellenfahrzeug-Flotte keine größeren Umwege zur „Tanke“ in Kauf nehmen muss. Der große Vorteil: Das Befüllen dauert beim Mirai nicht wesentlich länger als bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen.

„Wir freuen uns sehr, dass nun auch die Stadt Jülich auf die Mobilität mit Wasserstoff setzt und sind stolz als Partner mit dabei zu sein“, erklärt Frank Still, Key Account Project Manager bei Toyota Deutschland. HM

DMT Arena eRockit

eRockit kommt zur DMT Arena 2020

Der eRockit geht ganz eigene Wege: Er ist eine Mischung aus Fahrrad und Motorrad. Testen Sie ihn auf der DTM Arena!

In puncto Design können elektrisch angetriebene Motorräder ganz eigene Wege im Vergleich zu klassischen Bikes mit Verbrennungsmotor einschlagen. Ein entsprechend ungewöhnliches Aussehen bietet das in Deutschland erdachte eRockit, das im Mai 2019 zum nunmehr zweiten Mal in den Markt gestartet ist und das man auf der DMT Arena testen kann.

Die Idee zum „schnellsten Fahrrad der Welt“, das mit seinen Pedalen und seiner langen Gabel wie eine Mischung aus BMX-Rad und AME-Chopper aussieht, stammte einst aus der Berliner Technologieszene. Inzwischen wurde das eRockit von einem Team internationaler Motorradexperten im Brandenburgischen Hennigsdorf komplett neu aufgesetzt. Das einzigartige, pedalgesteuerte Elektromotorrad bedient sich einfach und intuitiv wie ein Fahrrad und entfaltet beim Tritt in die Pedalen ein magisches Fahrgefühl. In Sachen Agilität, Straßenlage und Dynamik lässt das eROCKIT keine Wünsche offen. Erstmals wird das neue Modell der Limited Edition 100 in Hannover bei der DMT Arena 2020 vorgestellt.

120 Kilometer Reichweite

eRockit DMT Arena

Das eRockit ist ein Zwitter aus Fahrrad und Motorrad. Fotos: eRockit

Wie bisher handelt es sich beim eRockit weder um ein Motorrad noch um ein Pedelec. Formal gesehen ist es ein Leichtkraftrad, dessen aktiv luftgekühlter, hocheffizienter, bürstenloser Permanentmagnet-Synchronmotor mit einer Spitzenleistung von 16 kW (entspricht 22 PS) eine Höchstgeschwindigkeit von rund 90 km/h liefert. Der Vorteil: Anders als mit den meist auf 45 km/h begrenzten E-Rollern kann das eRockit souverän mit dem Autoverkehr in der Stadt mitschwimmen. Im Rahmendreieck steckt ein 6,6 kWh großer Akku, der bis zu 120 Kilometer Reichweite erlauben soll. Rund drei Stunden dauert ein Ladevorgang an der Steckdose von 20 bis 80 Prozent Ladung; von 0 bis 100 Prozenz benötigt er 5 Stunden.

Die besondere Funktionsweise basiert auf Muskelkraftmultiplikation: Die eRockit-Elektronik registriert die vom Fahrer aufgewendete Muskelkraft und multipliziert diese um ein Vielfaches. Entsprechend erlebt der Benutzer einen atemberaubenden Vorwärtsschub beim Treten in die Pedale und dies bei vergleichsweise minimalem Kraftaufwand.

Fahren mit dem Pkw-Führerschein

Und ja, man darf mit dem eRockit auf deutschen Autobahnen fahren. Denn dieses Elektro-Bike fährt deutlich schneller als die dafür vorgeschriebenen 60 km/h – es ist ja als Leichtkraftrad für den Straßenverkehr zugelassen. Zum Fahren ist der Führerschein der Klasse A, A1 oder A2 erforderlich oder ein Führerschein der Klasse 3 (Pkw) ausgestellt vor dem 1.4.1980. Der Basispreis liegt bei 11.850 Euro brutto.

Drei eRockit-Bikes werden auf der DMT Arena am 1. Oktober im Hannover Congress Centrum (HCC) für Testfahrten bereit stehen. Die Tagesveranstaltung bietet kleine Präsentationen von Anbietern, Testfahrprogrammen und Vorträgen. Am Abend findet die Podiumsdiskussion statt, die zur Entzerrung live gestreamt wird.

Hier erfahren Sie mehr zur DMT Arena am 1. Oktober in Hannover

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