Deutscher Mobilitätstag

Der Deutsche Mobilitätstag – Orientierung im Wandel

Die Mobilität ist im Umbruch, die Verunsicherung in den Unternehmen wächst. Der Deutsche Mobilitätstag bietet Orientierung.

Die tägliche Berichterstattung über neue politische Entscheidungen, wirtschaftliche und technische Entwicklungen sowie das wachsende Umweltbewusstsein führen zu immer mehr Verunsicherungen was unsere Mobilität betrifft. Für viele Unternehmen sind diese Auswirkungen besonders gravierend, da die Mobilität heute ein entscheidender Erfolgsfaktor für sie ist. Der aktuelle Wandel stellt sie daher vor große Herausforderungen. Notwendig ist eine Neuorientierung, für die ein umfangreicher Marktüberblick, der Aufbau von Wissen und das direkte Erleben von Mobilität eine große Rolle spielen.

Fachvorträge, Fahrzeuge und Themenbühnen

Der Deutsche Mobilitätstag veranstaltet regionale Mobilitätsmessen mit bundesweiter Abdeckung, die diese Anforderungen aufnehmen und einen umfangreichen Marktüberblick geben. Durch Fachvorträge auf den Themenbühnen in den Themenfeldern Technik, Wirtschaftlichkeit, Marketing und Recht haben die Besucher die Möglichkeit ihr Wissen gezielt auszubauen. Das Testen neuer Mobilitäts- und Antriebstechniken macht den Mobilitätswandel erlebbar und ermöglicht die direkte Erfahrung.

Die Themenbühnen auf dem Deutschen Mobilitätstag gehen also gezielt auf die aktuellen Mobilitätsfragen ein und ergänzen so das Ausstellungsprogramm optimal. Neben unseren Fachreferenten beteiligen sich auch die Aussteller an praxisorientierten Vorträgen. Der Deutsche Mobilitätstag unterstützt den Abbau von Unsicherheiten, gibt Einblicke in die Entwicklungen des Marktes und ermöglicht so den Fachbesuchern, Herausforderungen in Chancen umzuwandeln.

Wer kommt zum Deutschen Mobilitätstag?

Geschäftsführer kleinerer und mittlerer Unternehmen, Fuhrpark- und Mobilitätsmanager, kommunale Mitarbeiter, HR-Manager sowie Handwerker nutzen den Deutschen Mobilitätstag für die Gestaltung ihrer individuellen Mobilitätslösungen. Unsere regionalen Mobilitätsmessen bieten aber auch interessierten Privatkunden eine Orientierung. Der erste Deutsche Mobilitätstag findet am 5. und 6. Juni in Hannover statt. Zwei weitere folgen am 15. und 16. September in Karlsruhe und am 6. und 7. September in Aschaffenburg.

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Abkehr vom eigenen Auto? Keine Spur!

Immer mehr Pkw, Carsharing in der Krise: Großstädter bleiben laut einer Studie dem eigenen Auto treu.

Es ist wohl eher Wunschdenken, wenn immer wieder davon geredet wird, dass das eigene Auto an Status verlieren werde. Diverse Mobilitätsdienste wie Carsharing bauen ihre Geschäftsmodelle ja darauf auf, dass der Städter sich von Privatauto abwenden und sich flexibleren Varianten zuwenden werde. Davon ist man wohl noch weit entfernt, so das Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen in einer nun veröffentlichten Zehn-Jahres-Bilanz sogenannter Mobility-Services.

Im Gegenteil: Seit 2009 ist die Zahl der Pkw in Deutschland um 5,8 Millionen oder 1,4 Prozent auf 47,1 Millionen Fahrzeuge gestiegen. Die Pkw-Dichte hat parallel von 504 auf 567 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner zugenommen. Das Flotten-Wachstum ist nicht nur im gesamten Land, sondern auch in den Großstädten zu beobachten. In Berlin beispielsweise hat die Zahl der Pkw in den vergangenen zehn Jahren um 11,3 Prozent zugelegt, in München um 18,5 Prozent und in Leipzig um 21,2 Prozent. Das oft gebrachte Argument, Großstädter wollten kein Auto, stehe im Widerspruch zu den Fakten, so CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer.

Carsharing in der Krise

Gleichzeitig blickt Dudenhöffer ernüchtert auf die Lage im Carsharing-Geschäft, das sich nicht zuletzt als günstige und umweltfreundliche Alternative zum Privatauto etablieren wollte. Nach zehn Jahren seien die Bestandszahlen noch niedrig, der Anteil der Sharing-Autos an der deutschen Pkw-Flotte liege bei 0,04 Prozent. Unter den rund 2,46 Millionen Fahrberechtigten vermutet der Experte viele Karteileichen, möglicherweise angelockt durch Boni oder Incentives bei der Anmeldung.

Neben dem mäßigen Kundenzuspruch gibt es laut Dudenhöffer ein weiteres Problem: Carsharing ist ein schwieriges Geschäft. Der Anbieter habe hohe Kapazitätskosten durch die vielen Fahrzeuge im Bestand; bei geringer Auslastung oder nicht kostendeckenden Preisen würden die Unternehmen schnell in die Verlustzone fahren. Von den zahlreichen Carsharing-Diensten der Autohersteller seien nicht zuletzt deswegen mittlerweile nur noch wenige übrig. Opel, Mazda und Citroen etwa haben ihre Angebote längst wieder eingestellt, die Branchenführer Car2go (Daimler) und Drive Now (BMW) mussten sich zudem zuletzt zusammenschließen, um profitabler zu werden.

Privatwagen werden sogar noch attraktiver

Eine Abkehr vom persönlichen Auto sei bislang nicht zu erkennen, zieht Dudenhöffer als Fazit. Der Privatwagen wird in seinen Augen künftig eher noch attraktiver: Neue Produkte wie Car-Abos oder Fullservice-Leasing machten die Nutzung eines eigenen Fahrzeugs künftig weniger riskant und komfortabler. Es spreche daher einiges dafür, dass auch in Zukunft der Wunsch nach einem eigenen Auto ausgeprägt bleibe.

BW-Verkehrsminister Winfried Hermann: „Jede Fahrt mit dem Rad oder Pedelec bedeutet selbstaktive Mobilität mit null CO2-Emissionen"

Baden-Württemberg startet Dienstrad-Leasing

Fahrrad statt Auto: Baden-Württemberg führt ein Dienstrad-Angebot für einen Teil der Landesbeschäftigten ein.

Die Landesregierung möchte die Nutzung von Fahrrad und Pedelec für die Bediensteten der Landesverwaltung attraktiver machen und ein Dienstrad-Leasingmodell einführen. Das Angebot: Die Landesbeamtinnen und Landesbeamte sowie Richterinnen und Richter können im Rahmen einer Entgeltumwandlung ihres Bruttogehalts ein Fahrrad oder Pedelec zu attraktiven Konditionen beziehen.

Das Ministerium für Verkehr hatte in Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium im August die Einführung eines landesweiten Radleasing-Modells europaweit ausgeschrieben. Das Vergabeverfahren konnte inzwischen erfolgreich abgeschlossen werden. Den Zuschlag für das wirtschaftlichste Angebot erhielt die Bietergemeinschaft um die JobRad GmbH aus Freiburg.

Anreiz für 170.000 Landesbeamte/innen

Verkehrsminister Winfried Hermann: „Jede Fahrt mit dem Rad oder Pedelec bedeutet selbstaktive Mobilität mit null CO2-Emissionen. Wer Rad fährt, erfährt nachhaltige Mobilität und leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Deshalb freue ich mich, dass wir für die 170.000 Landesbeamtinnen und -beamten einen Anreiz setzen, mehr Fahrten mit dem Rad zurückzulegen, auf dem Weg in den Dienst und privat. Und ganz nebenbei: Radfahren macht Freude und ist gesund.“

Das Dienstrad-Leasing beruht auf der sogenannten Gehaltumwandlung. Dabei wird die monatliche Leasingrate vom Bruttogehalt abgezogen. Die Bediensteten profitieren von einer steuerlichen Förderung, und das Radleasing wird im Vergleich zum Barkauf wirtschaftlich attraktiver. Die Möglichkeit der Entgeltumwandlung ergibt sich aus den Bestimmungen des Landesbesoldungsgesetzes Baden-Württemberg und ist vorerst nur für die Landesbeamtinnen und -beamten möglich. Für Tarifbeschäftigte ist eine Entgeltumwandlung in den Tarifverträgen bislang nicht vorgesehen, weil die Gewerkschaften das Modell ablehnen.

36 Monate Laufzeit

Die Laufzeit der Leasings beträgt 36 Monate. Nach Ablauf dieses Zeitraums kann ein neues Rad oder Pedelec geleast werden. Marktüblich, aber rechtlich nicht garantiert, ist auch, dass der Leasingdienstleister der Nutzerin oder dem Nutzer ein Kaufangebot unterbreitet.

Die Landesverwaltung arbeitet nun gemeinsam mit der JobRad GmbH mit Hochdruck an einem Umsetzungskonzept zur Einführung von JobBike BW. „Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg Fahrräder und Pedelecs weiter als Alltagsverkehrsmittel voranzubringen – das JobBike BW ist gelebte Verkehrswende, Klimaschutz und Gesundheitsförderung in Einem“, erklärt JobRad-Gründer und -Geschäftsführer Ulrich Prediger. Ziel ist, das Angebot zum Sommer 2020 bereitzustellen. Die genauen Konditionen sowie das genaue Antragsverfahren werden rechtzeitig vor dem Start des Angebots mitgeteilt.